26.09.2008 EU will klare Regeln für Hedgefonds und Private Equity
Brüssel (hedgefondsweb.de) - Die Mehrheit des Europäischen Parlaments fordern gesetzliche gesetzliche Regelungen für Hedgefonds und Private Equity. Diese sollen unter anderem Vorschriften zu Transparenz, finanzieller Stabilität, Eigenkapital, zur EU-Beaufsichtigung von Rating-Agenturen sowie Maßnahmen gegen Überschuldung und gegen Interessenkonflikte enthalten, wie aus einer Mitteilung des Europäischen Parlaments hervorgeht.
Die Abgeordneten fordern unter anderem, dass Wertpapierfirmen den Eigenkapitalvorschriften entsprechen müssen. Die Kommission solle sicherstellen, dass "angemessene Eigenkapitalvorschriften für alle Finanzinistitute risiko-, nicht unternehmensbasiert" seien. Zudem solle die EU-Kommission einen Mechanismus für eine EU-Überprüfung von Rating-Agenturen, Verfahren und Vorschriften begründen. Da der Anteil von Hedgefonds und Private Equity in Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften seit den neunziger Jahren steige, müsse die Information über die Art der Renteninvestition und über die damit verbundenen Risiken verbessert werden.
Zudem forderten die Abgeordneten eine Untersuchung über alle bestehenden EU-Vorschriften in Bezug auf die Finanzmärkte. Dadurch sollen den Angaben zufolge sämtliche Lücken, was die Beaufsichtigung von Hedgefonds und Private Equity angeht, ermittelt werden.